Für mich persönlich eine ganz besondere Erfahrung!
Als ich vor der Reise mit Tanja getextet hatte, und se erzählte, dass sie auch nach Nairobi zu einem Einsatz fährt, und dass ein ganz neuer Arzt dabei sein würde …. da kam mir in meiner Eigenschaft als „Geschichtenerzählerin für Cargo Human Care“ natürlich die Idee, das für die Homepage und die Sozialen Medien auszunützen. Die Ärzte schicken mir nicht so gerne Fotos und kleine Berichte (okay, sie haben ja auch vor Ort zu tun) – aber wie sollen wir denn Verständnis und/oder Interesse bei möglichen Spendern oder Unterstützern zu Hause in Deutschland wecken, wenn wir nicht zeigen, was wir tun?
Und nun konnte ich selber einfach dafür sorgen.
Ich hatte Tanja und später dann auch Thomas gefragt, ob ich sie bei ihren ärztlichen Tätigkeiten begleiten dürfte – also zumindest, was ich sehen und miterleben durfte. Ich durfte. Thomas schrieb mir z.B. einen Bericht über seinen ersten Arbeitstag im Medical Centre – ich habe Fotos und Videos dazu beigesteuert. Der Bericht ist auf der Homepage von Cargo Human Care zu sehen.
Und ja – ich bin in manchen Situationen aus dem Behandlungsraum gegangen (oder wurde gebeten), denn es wurde zu persönlich, oder zu heftig – also in Bezug auf: was man vielleicht besser nicht zeigen sollte. Denn auch das gab es natürlich. Für mich ehrlich gesagt schon recht bedrückend. Die Patienten wurden immer gefragt, ob das mit Fotos von mir oder mit meiner Anwesenheit okay war und ich bin sooo dankbar, dass ich das machen konnte.
Ich habe Thomas gesehen, wie er unzählige Zähne gezogen hat, wie tapfer die Menschen da lagen nachdem ihn zum Teil mehrere gleichzeitig gezogen wurden, und wie dankbar sie danach sogar gelächelt hatten – weniger Zähne, aber keine Schmerzen mehr.
Eine Patientin verlor 7, ein anderer Patient sogar 9 (!) Zähne – alle dankbar und sogar noch zu einem Foto bereit. Wow.
Ich habe bei Tanja eine ältere Dame erlebt, die am Ende sogar mit Tanja getanzt hat, und einfach glücklich war, dass sie mit ihrem Medikament gut eingestellt ist. Ein Lasterfahrer, der sich seine Schulter beim Lenken ausgekugelt hatte … Tja, so etwas war im Medical Centre noch nie behandelt, aber ins Krankenhaus wollte er auch irgendwie nicht. Mit Hilfe von Boniface (dem Clinical Officer des Medical Centres), einem Youtube Video, Tanja und dem Einverständnis des Patienten wurde die Schulter wieder eingerenkt – sein strahlendes dankbares Lächeln sprach danach Bände!
Es gab auch furchtbare Geschichten wie etwa Vergewaltigungen oder schwere Herzerkrankungen … sehr bedrückend. Und dann auch wieder eine Jugendliche mit „nur“ Prüfungsangst, eine Schwangere mit Problemen … für mich am Ende alles … heftig. Emotional heftig.
Aber soooo dankbar, dass ich das machen durfte. Ich habe ganz viel mitgebracht für Cargo Human Care, für deren Homepage und die Sozialen Medien … wir (als Verein) können da echt einiges zeigen! Und ich versuche das jetzt nur in Form zu gießen.














