An diesem Tag waren wir mit Dr. Thomas unterwegs, einem Vorstandsmitglied von Cargo Human Care. Er war erst am Vorabend angekommen und hatte zwei Programmpunkte auf seiner Liste: das Nazareth Hospital und anschließend das Happy Child Education Centre.
Schon vor der Reise hatten wir verabredet, ddass wir das zusammen machen können.
Für Tanja war der Besuch im Nazareth Hospital fast ein kleines Wiedersehen – sie hatte dort früher gearbeitet. Ich selbst kannte das Krankenhaus noch gar nicht, und Thomas wollte sich unter anderem das neue Röntgengerät ansehen.
Bevor wir losfuhren, holten wir noch einige Laptops für das Happy Child Education Centre (HCEC) ab, und ich staune immer wieder, wie viele Menschen ich auf solchen Reisen kennenlerne.
Im Krankenhaus wurde schnell deutlich, dass dies kein offizieller Pflichtbesuch war. Thomas und Tanja wurden herzlich begrüßt, man kannte sich. Die Zusammenarbeit zwischen Cargo Human Care und dem Krankenhaus lebt offensichtlich von persönlichen Beziehungen – und genau das war schön zu sehen.
Anschließend führte man uns durch verschiedene Abteilungen: das Labor, die Radiologie, die Röntgenabteilung und sogar die moderne Zahnklinik. Ehrlich gesagt hatte ich keine Vorstellung davon, was mich dort erwarten würde. Umso interessanter war der Blick hinter die Kulissen.
Aber ich gebe zu: Auf den zweiten Programmpunkt hatte ich mich noch mehr gefreut.
Es ging endlich ins Happy Child Education Centre.
Mein Ziel war klar: Ich wollte möglichst viele Fotos für den Jubiläumskalender zum 20-jährigen Bestehen von Cargo Human Care machen. Und zum ersten Mal hatte ich dafür ausreichend Zeit. Bei unseren Projektreisen mit Gerhard bleibt dafür oft kaum Gelegenheit. Dieses Mal wollte ich einfach beobachten, fotografieren , mich einfach in ein Klassenzimmer dazu setzen, und die Stimmung mitnehmen …
Aber ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte, lief es allerdings nicht.
Wir wurden wieder in jede Klasse begleitet, überall herzlich empfangen und mit Liedern begrüßt. Das war wunderschön – bedeutete aber auch, dass ich kaum die Möglichkeit hatte, mich einfach unauffällig irgendwo dazuzusetzen und den Unterricht zu beobachten. Kaum hatte ich mir überlegt wie in einem Raum am besten zu fotografieren sein könnte, ging es schon weiter zur nächsten Klasse.
Also machte ich das Beste daraus.
Ich fotografierte alles, was mir vor die Linse kam. Wirklich alles.
Ob am Ende genau die Bilder dabei sind, die ich mir für den Kalender wünsche, weiß ich noch gar nicht. Ich habe sie noch längst nicht alle gesichtet. Aber ich bin guuter Dinge: irgendetwas wird schon dabei sein.
Und damit geht meine eigene Fotoreise für CHC auch schon zu Ende.
Mit unzähligen Fotos, neuen Eindrücken, vielen Gesprächen und neuen Ideen für die Veröffentlichungen für den Verein.
Was nehme ich von dieser Reise mit? Eigentlich alles. Die Patienten im Medical Centre, dieses unglaublich herzliche Team dort, Brian und Margaret, die Kinder im Happy Child Education Centre, viele neue Bekanntschaften und unzählige Momente, die man mit keiner Kamera wirklich festhalten kann. Fotos zeigen, wie etwas aussieht. Erinnerungen erzählen, wie es sich angefühlt hat. Und genau die nehme ich mit nach Hause.























