Das war nämlich so:
Der Plan war (nach unserem Besuch im Januar), dass wir im März/April nach Kenia wollten, denn wir (also CHC) waren guter Dinge, was die Baugenehmigung und damit die Grundsteinlegung für das geplante Ausbildungszentrum angeht.
Da das aber so nicht geklappt hat, sind wir nicht geflogen … und meine Planung geriet durcheinander.
Da ich mich wieder bereit erklärt hatte den Kalender für das Cargo Human Care Jubiläumsjahr zu gestalten und komplett zu erstellen, brauchte ich Fotos, die ich eben bisher nicht veröffentlich hatte. Und die wollte ich ja im März gemacht haben … und nun war es Mai und immer noch nix …
Also entschied ich mich eine Reise alleine zu planen, wenigstens die Projekte in Nairobi zu besuchen und so viele Fotos wie möglich mitzubringen.
Irgendwie auch ganz gut, denn da ich sonst ja immer mit Gerhard vom CHC Vorstand flog, war ich aber auch immer auf seinen Zeitplan angewiesen. Und so … konnte ich mich zeitlich mal nur auf mich und meine gewünschten Fotos konzentrieren. Was ein Luxus.
Klar. Meine Gedanken waren mit der Frage beschäftigt: hast du dir nicht alleine zu viel zugemutet, kommst du alleine da so zurecht, wird das ungefähr so, dass ich möglichst viel mitnehmen kann ??? Und ich machte Pläne. Habe mich überall angemeldet wo ich hinwollte, ich wollte aber ja auch Geschichten mitbringen für die Webseite und Social Media …
Da man mir sonst so wenig zusendet, wollte ich einfach selber für Geschichten sorgen. Und was soll ich sagen – also jetzt so im Nachhinein: mehr (wesentlich mehr) als ich erwartet habe. Während ich das jetzt hier schreibe ist Ende Juli (vorher bin ich einfach nicht dazu gekommen), war ich inzwischen auch noch in Dänemark und sogar nochmals in Kenia, und versuche das alles mal auf die Reihe zu bekommen. Habe den Kalender angefangen, sortiere Fotos, bereite Social Media für CHC vor … aber nun ist mal mein Reiseblog dran!
Es ging dann schon damit los, dass der angedachte Flug voll war. Nun bin ich ja Rentner, und kann dann einfach auf andere Tage ausweichen – so sieht es die Firma ja auch gerne. Später ging bei mir nicht (jaaa, ich habe manchmal auch eigenes zu tun), aber einen Tag früher … gedacht, getan.
Und der Tag war nicht verloren – ganz im Gegenteil. Eigentlich sollte ich Patenbilder der Kinder im Mothers‘ Mercy Home machen, und da ich nun einen Tage früher da war, vielleicht waren die Kinder ja auch da?
Nein – waren sie nicht. Aber nicht einfach irgendwo. Sondern es waren die Feierlichkeiten zum Bestehen des Mothers‘ Mercy Home: 25 Jahre! Und dazu noch ein neues Verwaltungsgebäude der Kirche in Nairobi … und ich durfte dabei sein.
Als einzige Weiße übrigens.
Hunderte der „Mothers“ waren da, der Bischof, weitere Vertreter der Kirche – auch aus den Nachbarländern. Es wurde gebetet, gesungen, es gab Ansprachen … und das über Stunden. Die Kinder des MMH hatten eine eigenen Aufführung vorbereitet … das war also mein Tag 1.
Ach ja ....
Zum Flug wollte ich noch etwas sagen: ich hatte mir ein Business Class Ticket gegönnt – als „Ehemalige“ geht das schon mal. Ich bekam den letzten freien Platz! Lucky me!
Es war für mich der erste Flug mit dem Dreamliner in diesen anderen Sitzen – etwas ungewohnt, so schräge.
Aber die Crew war sehr nett, und mir hat es wirklich gut gefallen. Das einzige, was ich als absolut doof empfunden habe, waren die Fenster, die von der Crew auf dunkel gedimmt wurden. Ich kann es zwar verstehen: viele Gäste kamen schon von anderen Langstrecken und waren müde. Und dieses war ein Tagesflug. Aber ich hatte deshalb leider keiner Blick aud die Wüste, auf gar nichts. Blau war es, leicht milchig … schade.




















