Whoa … das war bestimmt die kälteste Woche seit irgendwann!
Eine Woche in Zandvoort – direkt am Meer … schöne Strandspaziergänge, wie auch sonst in Dänemark im Winter, ab und zu mal ein Stadtbesuch in Amsterdam, Utrecht, Rotterdam, gemütlich … ach ja: so hatten wir uns das vorgestellt.
Und ja: das Haus war wirklich schön, nur 100m vom Strand entfernt – aber wir waren trotzdem nur am Ankunftstag am Meer spazieren. Denn dann:
… brach der Winter herein. Es war eh schon kalt, okay. Aber dann kam Sturm mit Schnee. Sehr viel Schnee! Der Flughafen Amsterdam (nur 25km entfernt von unserem Haus) war 2 Tage lang deshalb geschlossen. Staus auf den Autobahnen – irrsinning lang. Der Wind machte das Ganze dann gefühlt so richtig kalt – Minus 12 sagte die Wetterapp, um die 60 km/h Windgeschwindigkeiten – da geht man nicht am Strand spazieren. Gar nicht. Und möglichst sowieso nicht raus!
Unser Haus – zwar schön, aber eben eigentlich ein Sommerferienhaus. Die Heizung funktionierte 2 Tage nicht, was bei dem Wind, der an einigen Stellen ungehindert hereinwehlte, dann doch nicht so optimal war. Es zog jedenfalls. Wir waren zwar gut vorbereitet – so mit eigenen mitgebrachten Wolldecken und einem kleinen Elektroheizlüfter … gefrorern haben wir trotzdem. Nach 3 Tagen meinte es dann auch die Heizung besser mit uns – gezogen hat es natürlich trotzdem.
Am ersten Tag fuhren wir nach Haarlem zu IKEA: Grund war, dass wir anständig Kaffee kochen wollten, weil wir mit so einer Nespresso nicht so glücklich waren, und ausserdem war es warm im IKEA. Wir haben uns alles (!) angesehen … wir hatten ja Zeit.
Der zweite Tag wurde dann ein reiner Drinnentag – da ging gar nichts. Bei so einem Wetter muss man als Tourist nicht raus.
Wolfgang brauchte eh nach den durchgearbeiteten 2 Monaten rund um Weihnachten seine Ruhe, und so haben wir gelesen, geschlafen, Wolfgang hat gespielt – und ich habe gelernt. Seit Silvester war ich Studentin. Social Media Manager … ich glaub, ich brauche das. Und hier hatte ich Zeit. Wunderbar.
Tag 3 führte uns nach Rotterdam zu den Markthallen – einem modernen Komplex mit überdachten Lebensmittelständen und mehreren Restaurants, gebaut wie ein riesiger Bogen, dazu unterm Dach mit Wohnungen. Die Halle war zwar offen, weshalb es nicht warm war, aber es war ganz gut auszuhalten und mega interessant. Uns hat es jedenfalls gut gefallen.
Tag 4 brachte uns dann wieder nach Rotterdam: wir hatten uns etwas für Drinnen gesucht. Die Kunstausstellung „Remastered“ – Beeindruckend und unbedingt sehenswert für alle, die sich für Kunst und Videoinstallationen interessieren und wir hatten Lust. Es war wirklich toll! Alte Holländische Künstler als 3D-Video an die riesen Wände in verschiedenen Räumen projeziert, dazu coole Musik … Und wir hatten Glück: es war schön leer, weshalb wir keinerlei Sichteinschränkungen wegen überfüllter Räume hatten. Wow: das war einfach toll. (und nicht kalt da drinnen)
Am Tag 5 machten wir einen Ausflug nach Scheveningen mit seinem langen Pier und Sky-View Riesenrad. Nun: es war weiterhin windig und kalt, auf dem Pier rutschig, das Wetter ziemlich grau (immerhin kein Regen), aber bummeln an der Strandpromenade war definitiv nicht drin. Egal – wir haben es versucht, waren an der Luft und während der Autofahrten war es warm. Mit Sitzheizung!
Das Wetter änderte sich nicht: windig, kalt, grau, mit Schnee und/oder Regen. An Tag 6 wollten wir nicht so lange auf die Autobahnen und fuhren nach Haarlem, was nicht weit entfernt war. Wir besuchten die Mühle ‚De Adriaan‘ – eine Museeumsmühle und wirklich nett anzusehen. Allerdings gerade wegen Bauarbeiten eingerüstet, und da es rundherum nur kalt und grau war, konnten wir es nicht so genießen. Immerhin: Haarlem selber vom warmen Auto aus: wunderschön. Sooo viele alte denkmalgeschütze bewohnte Gebäude. Hat Spaß gemacht.
Der letzte Tag (Tag 7): wieder ein Ausflug … wir liessen uns einfach treiben und schlugen mal eine andere Richtung ein: gelandet sind wir in IJmuiden, einer Stadt in Nordholland mit großem Hafen. Wir fanden ein Strandstück, wo wir dann endlich mal ‚am Strand‘ spazieren konnten, ohne dass uns der Wind weggeweht hätte (und das auch nur, weil dieser Strand nicht direkt an der See lag, sondern in einer Art Bucht). Kalt war es trotzdem – und grau. Nützt ja nix. Aber wir sind dann noch ein klitzekleines bisschen weiter gefahren und kamen in Egmond an Zee heraus, wo ich vor Ewigkeiten mal eine Woche zur Tulpenblüte verbracht hatte. Wir fanden ein tolles geöffnetes Restaurant direkt am Strand mit Blick auf die unruhige See – war schön hier. Wie müsste es erst sein, wenn es wärmer wäre …
Vielleicht ein andernmal. Das war jedenfalls mal eine Woche, in der wir nicht so viel gemacht haben, die uns aber bestimmt in Erinnerung bleiben wird!
Remastered – Rotterdam
Bekannte holländische Küstler digitalisiert.
Interaktive Fischschwärme, ein Hausbesuch im Mittelalter, im Farbrausch von van Gogh … dazu gute Musik: jaaaa. war toll!








































