Besuche in den Dörfern
Nachdem wir also bis 15:00 Uhr gefeiert hatten, blieb noch Zeit für die Besuche in 2 Dörfern.
Thomas und Gerhard wollten vor Ort das Ausmaß der aktuellen Dürre in Augenschein nehmen, mit Betroffenen sprechen, und Thomas wollte in seiner Rolle als Mediziner schauen, ob schon Mangelerscheinungen bei Kindern, Schwangeren, stillenden Müttern oder älteren Menschen auftraten.
Wir besuchten an diesem Nachmittag also Kituruni – etwa 20km landeinwärts von der A2. Die Fahrt mit unserem Bus war schon etwas abenteuerlich – bei Regen kann man hier nicht fahren. Das jedenfalls erzählte uns Pater Patrick, der uns als Dolmetscher begleitete – ausserdem kennt er tatsächlich alle in diesem Gebiet, für das er auch zuständig ist.
Auch hier ist es ganz einfach – man fährt einfach ins Dorf (hier gab es sogar eine Art Dorfplatz), wartete etwas, und Frauen und Kinder kamen zu uns. Thomas und Patrick nahmen Maß bei allen kleineren Kindern, wir plauderten und lachten – alle waren mehr als dankbar für die bisherige Nahrungsmittelhilfe, die allerdings auch schon wieder aufgebraucht war.
Wir durften eine Hütte besuchen, in der eine junge Mutter mit ihrem Neugeborenen war: gesund und munter. immerhin.
Eine Frau war schwanger mit ihrem 12ten Kind.
Männer waren kaum hier anzutreffen – alle waren mit ihren Vieh unterwegs. Ein Mann verabschiedete sich noch: er müsse jetzt 8 Stunden zu seinen Ziegen gehen. Für uns ist das alles wenig faßbar.
Mangelerscheinungen bisher bei noch wenigen – Thomas besprach mit Patrick weitere Maßnahmen dazu.
2 Kühe standen im Schatten – bei denen war es allerdings ganz offensichtlich – auch Wasser war hier das Problem. Frauen gehen stundenlang nach Sonnenaufgang mit einem 20l Kanister zu einem noch funktionierenden Wasserloch oder Brunnen, und den selben Weg dann mit dem gefüllten Kanister zurück … jeden Tag.
Nicht anders danach im Dorf Parkishon – das gleiche Bild.
























