Schon wieder Kenia? ... Ja - es gab viel zu fotografieren!
Nachdem ich im Dezember erst aus Kenia zurückgekommen bin, nun also erneut. Es stand die Einweihung der zwei neuen Klassenräume sowie der kommenden Bibliothek der Elazar Girls High School im Raum. Es sollte eigentlich der Namensgeber der Schule persönlich kommen, dazu vielleicht auch noch das neue Vorstandsmitglied von Lufthansa Cargo … jedenfalls sollte jemand zum Fotografieren mitfahren, da Gerhard und Thomas aus dem CHC-Vorstand genug zu tun haben würden – und am Ende auch hatten. Also beschloss ich: ja, ich habe Zeit, und ja: ich fahre wieder mit. Am Ende waren weder Elaza noch der neue Vorstand dabei, aber es war auch so absolut gut, dass ich dabei war – insbdesondere sein durfte!
Ich versuche das Ganze mal Tageweise hier in einem Beitrag abzuhandeln – es war mal wieder großartig, beeindruckend, manchmal bedrückend, nachdenklich machend und noch so vieles mehr. Es herscht gerade eine Dürreperiode im Norden Kenias, die ersten Hilfslieferungen (auch von CHC) haben stattgefunden, die ersten Tiere sind wohl verendet, Menschen leiden Hunger … ich hatte etwas Bedenken da jetzt hinzufahren.
Nun gut – hier meine Eindrücke.
16.01. - einfach nach Norden
Am Vorabend spät angekommen, noch schnell ein erfrischendes Tusker im Hotelgarten genommen, zügig geschlafen und dann ging es auch schon los. 08 Uhr … die Strecke, die vor uns liiegt wird lang.
Unterwegs waren: Thomas, Gerhard (beide im CHC Vorstand), Benjamin (unser Fahrer) und ich. Unsere Koffer ließen wir in Nairobi – man reist mit kleinem Gepäck.
Das Wetter war warm und angenehm, der Himmel klar, und man konnte den Mt. Kenia schon kurz hinter Nairobi im Norden erkennen – so klar war es. Unser erster Stop nach etwa 3 1/2 Stunden: Nanyuki Airfield – klassisch. Muss sein … hier gibt es wunderbares Mittagessen und einen letzten guten Kaffee oder Capucchino für die nächsten Tage.
Danach weiter Richtung Marsabit – 345km und etwa 5 Stunden.
Ich persönlich liebe diese Strecke, denn etwa eine Stunde nördlich von Nanyuki beginnt die Landschaft ganz unwirklich zu werden. In einer langgestreckten Kurve geht es Hügelabwärts, im Hintergrund wüstenartiges flaches Land, und ab und zu ein übriggebliebener Vulkankegel. Es kommen lange Strecken flaches Land, im Hintergrund immer wieder Berge, ganz selten nochmals eine Stadt, danach nur noch kleinere Orte – aber nur noch vereinzelt. Und je weiter wir nach Norden kommen, um so trockener wird es. Es sind kaum Viehherden zu sehen … ungewöhnlich, oder wegen der Dürre normal?
Wie auch immer – wir kamen gut voran und beschlossen auf dem Weg schon ein erstes Dorf zu besuchen, welches bereits vor kurzem Nahrungsmittellieferung über CHC und die Kirche erhalten hatte. Kamboe liegt etwa 25km südlich von Marsabit – also sozusagen auf unserer Strecke.
Man biegt einfach von der Strasse ab und hält irgendwo im Dorf. Schon nach kurzer Zeit kommen die Dorfältesten, Frauen und Kinder, und hier konnten wir uns alle noch ganz gut mit Englisch verständlich machen.
Thomas und Gerhard sprachen über die vergangene Lieferung, die Dürre, die Gesamtsituation, Vieh und Wasser, während ich von Kindern umringt war, mit Frauen plauderte und Übersetzungshilfe von einem jungen Mann hatte, mit dem ich noch Nummern austauschte – er würde sich so gerne verändern … ich sagte ihm auch leider, dass ich keinerlei Möglichkeiten hätte. Aber wir texten jetzt ab und zu. Ich fotografierte so gut es ging alles, es wurde dann schon dämmerig und wir waren alle etwas groggy. Danach noch weiter die 25km nach Marsabit, ein Bier gekauft und dann im Hotel ein leckeres Geflügelcurry, und das war auch schon Tag1.




















